14.10.2021

Vortrag: „Das Reich der Mitte und die Weltgesellschaft – Multiperspektivität und das Ringen Chinas um Deutungsmacht“

Vortragsreihe „China erforschen, mit China forschen“
14.10.2021 – 31.01.2022

 

Gemeinsam mit verschiedenen Fakultäten der Universität Bonn stellen wir die Forschungskooperationen der Universität Bonn mit China im kommenden Wintersemester einem breiten Publikum vor. Dabei wird es sowohl um die Ergebnisse aus abgeschlossenen Projekten gehen als auch um die Zusammenarbeit als solche. Wie gestaltete sich die Forschung mit chinesischen Partnern? Was ist bei der Zusammenarbeit unbedingt zu beachten? Welche Ergebnisse sind daraus hervorgegangen?

 

14. Okt. 2021, 18.00 -19:30 Uhr

Ort: Universitätsclub, Konviktstr. 9, 53113 Bonn
Teilnahmegebühr frei, um Voranmeldung wird gebeten.

 

Eröffnungsvortrag Prof. Dr. Schmidt-Glintzer: „Das Reich der Mitte und die Weltgesellschaft – Multiperspektivität und das Ringen Chinas um Deutungsmacht“

Wie sind die Zusammenarbeit mit China und ein unverstellter Blick auf China vereinbar? Dieser Frage soll in dem Eröffnungsvortrag nachgegangen werden. Dabei werden Erfahrungen des Gelingens ebenso wie des gelegentlichen Scheiterns in der konkreten wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Zusammenarbeit thematisiert. Die fortgeschrittenen Industriegesellschaften definieren China als Bedrohung oder doch als Rivalen. Die Bemühung um China-Kompetenz sucht daher ein besseres Verständnis Chinas und möchte sich zugleich gegenüber China abgrenzen. China seinerseits sucht nach einem eigenständigen Weg und bleibt doch auf die Einbindung in die Weltgesellschaft angewiesen. Daher gilt es, eine neue Perspektive für einen gemeinsamen Zukunftshorizont zu gewinnen.

 

Prof. Dr. Helwig Schmidt-Glintzer, 1948 in Bad Hersfeld geboren, ist Seniorprofessor der Universität Tübingen, Direktor des China Centrums Tübingen und Präsident des Erich Paulun-Instituts. Nach seinem Studium in Göttingen und München folgte 1973 die Promotion und anschließend Forschungsaufenthalte in Taiwan, Japan und den USA, sowie Reisen durch Ost-, Süd- und Vorderasien. Neben Lehrtätigkeiten an den Universitäten Bonn, Hamburg, München, Göttingen und Hannover war er von 1981 bis 1993 Inhaber des Lehrstuhls für Ostasiatische Kultur- und Sprachwissenschaft an der Universität München. Von 1993 bis 2015 war er als Direktor der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel tätig und zugleich Professor an der Universität Göttingen. Seit 2014 ist Schmidt-Glintzer Vizepräsident der Internationalen Konfuzius-Gesellschaft. 2015 erhielt er den Staatspreis der Volksrepublik China für besondere Verdienste um die chinesische Buchkultur. Schwerpunkte seiner Forschung sind die Geschichte Chinas sowie die europäische Beschäftigung mit China, die Ungleichzeitigkeit von Modernisierungsprozessen unter besonderer Berücksichtigung von Wertsphärenverschiebungen, sowie Buddhismus als transnationale Religionsbewegung.

 

 

 

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