29.11.2021

Entwicklung und Adaption von Sensorsystemen in Themenfeldern der Landtechnik – Beispiele aus 10 Jahren Forschungszusammenarbeit zwischen Deutschland und China

Die deutsch-chinesische Zusammenarbeit ist gekennzeichnet durch zahlreiche gegenseitige Besuche und Arbeitsaufenthalte. Prof. Yurui Sun von der CAU in Peking kommt seit über 10 Jahren im Sommer für mehrere Monate mit einigen seiner Doktoranden nach Deutschland. Die Gegenbesuche haben eher Exkursions-Charakter, da die Anwendungen (z. B. Bewässerungsprojekte und Silierverfahren für Milchkühe) nicht in Peking, sondern in verschiedenen Provinzen in China verteilt sind. Dabei lernt man natürlich ‚Land und Leute‘ sehr gut kennen.

 

Der Vortrag “Entwicklung und Adaption von Sensorsystemen in Themenfeldern der Landtechnik – Beispiele aus 10 Jahren Forschungszusammenarbeit zwischen Deutschland und China“ geht  auf einige Beispiele ein, die zum Erkenntnisfortschritt in folgenden Bereichen beigetragen haben:

 

  • Messung der Bodenfeuchte im Kontext von Bewässerungsfragen;
  • Messung der Bodendichte im Kontext von Bodenbearbeitungsaspekten;
  • Messung von Lagerungsdichten von Futter-Silagen zur Risikobewertung von
    Verderbsprozessen;
  • Messung von Gasaustausch-Prozessen von Futter-Silagen zur Erfassung von Fehlgärungen

 

Die Themenfelder haben sowohl für die Chinesische wie auch für die Deutsche Landwirtschaft eine große Bedeutung, wobei in China die Absicherung der Nahrungsmittel-Versorgung im Vordergrund steht; in Deutschland sind es eher Fragen der Prozessoptimierung und Qualitätssicherung. Die Besonderheit unserer Arbeitsweise sind die kontinuierlichen Messungen/Aufzeichnungen, die ein klares Bild der Zusammenhänge liefern. Was das im Detail bedeutet, soll in diesem Vortrag erklärt werden.

 

Prof. Wolfgang Büscher leitet die Professur für “Tierhaltungstechnik” an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn. Er ist Lehrer und Forscher auf dem Gebiet der Tierhaltung mit den Schwerpunkten „Tierwohl“, „Umweltwirkung“ und „Fütterungstechnik“. Vor seinem Studium der Agrarwissenschaften in Bonn schloss er eine Ausbildung als Landwirt im Emsland ab. Nach dem Studium folgte seine Promotion (ebenfalls an der Universität Bonn) mit dem Titel „Luftführung in Stallanlagen“. Dann folgte die Assistentenzeit mit seiner Habilitation zum Themenkomplex „Ammoniakemissionen aus Tierställen“ an der Universität Hohenheim (Stuttgart) bei Prof. Jungbluth. Seine erste Professur übernahm er 1996 an der Universität Halle (Saale). 2002 kehrte er an die Universität Bonn zurück und übernahm die jetzige Funktion.