Am 8. Mai fand in den Räumen der Universität Bonn ein Workshop zur traditionellen chinesischen Guqin-Musik statt. Auf Einladung des Bonner Konfuzius-Instituts gestaltete die bekannte Guqin-Meisterin Li Pengpeng gemeinsam mit Ye Jun und Li Qi einen Nachmittag rund um eines der ältesten chinesischen Instrumente. Li Pengpeng ist Präsidentin der Taoyuan Guqin-Gesellschaft und Dozentin an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Im Alter von zehn Jahren begann sie, unter Anleitung ihres Vaters, Professor Li Xiangting, das Guqin-Spiel zu erlernen, und trat bereits mit elf Jahren erstmals öffentlich auf.
Die Teilnehmenden erhielten zunächst eine Einführung in Geschichte, Aufbau und kulturelle Bedeutung der Guqin. Dabei wurde deutlich, dass das Instrument in China seit Jahrhunderten eng mit Bildung, Kunst und persönlicher Kultivierung verbunden ist. Anschaulich erläuterte Li Pengpeng die besonderen Klangfarben und Ausdrucksmöglichkeiten der Guqin und zeigte unterschiedliche Spieltechniken. Mehrere klassische Stücke verliehen dem Workshop eine eindrucksvolle musikalische Atmosphäre. Durch kurze Demonstrationen aus Werken verschiedener Epochen konnten die Gäste erleben, wie vielfältig und nuancenreich die Guqin-Musik ist.
Im praktischen Teil hatten die 14 Teilnehmenden anschließend die Gelegenheit, selbst erste Erfahrungen am Instrument zu sammeln. Unter Anleitung der Musikerinnen und Musiker übten sie grundlegende Spieltechniken der rechten Hand, probierten einfache Melodien aus und lernten erste Besonderheiten des Guqin-Klangs kennen.
Der Workshop bot nicht nur einen musikalischen Einblick, sondern auch eine unmittelbare Begegnung mit chinesischer Kultur. Die offene Atmosphäre und der direkte Austausch mit den Künstlerinnen und Künstlern wurden von den Teilnehmenden sehr geschätzt. Viele äußerten den Wunsch, künftig noch häufiger mit Guqin-Musik in Berührung zu kommen und das Instrument weiter kennenzulernen.
Mit Veranstaltungen wie diesem möchte das Konfuzius-Institut Bonn den kulturellen Dialog fördern und neue Zugänge zur chinesischen Musik- und Kunsttradition eröffnen.